Schlafstörungen

Schlafstörungen – Tipps für den Alltag

Wie gut wir ohne Schlafstörungen schlafen, das haben wir zum Teil selbst in der Hand. Somit können auch kleine Veränderungen am Tag oder Abend dafür sorgen, dass wir nachts mehr Erholung finden. Der Stiftung Gesundheitswissen zufolge kann man folgende Dinge bei Schlafstörungen ausprobieren:

• Koffein ab dem Nachmittag weglassen: Wer empfindlich auf den aufputschenden Stoff reagiert, verzichtet ab dem Nachmittag am besten auf Kaffee, Grüntee, Cola und Energydrinks.

• Rituale aufbauen: Eine kurze Dehnübung, eine heiße Tasse Tee oder Einkuscheln mit einem guten Buch. Wiederkehrende Gewohnheiten am Abend geben dem Gehirn Sicherheit – und das Signal »Gleich kommen wir zur Ruhe«.

• Eine gute Schlafumgebung schaffen: Das Schlafzimmer sollte dunkel genug sein, gut ist eine Temperatur von unter 18 Grad. Stören Schnarchen oder Straßenlärm den Schlaf, bieten Ohrstöpsel Abhilfe.

• Regelmäßiger Schlafrhythmus: Gehen wir stets – ja, auch am Wochenende – zur gleichen Zeit ins Bett, gewöhnt sich der Körper an den festen Rhythmus.

• Aufstehen statt wälzen: Wer wachliegt und grübelt, sollte nach einer halben Stunde die Reißleine ziehen und das Bett verlassen. Ob lesen oder Wäsche zusammenlegen: Jetzt sind monotone, entspannende Tätigkeiten angesagt. Ins Bett geht es erst wieder, wenn sich Schläfrigkeit einstellt.

• Wecker wegdrehen: Wer die Leuchtziffern nachts nicht sehen kann, erspart sich Gedanken wie »Mist, erst eine Stunde geschlafen«.

Schlafstörungen und Selbstmedikation

Kurzfristig können vor allem Einschlafstörungen auch in der Selbstmedikation behandelt werden.

Es gibt eine große Palette bewährter pflanzlicher Mittel: „Traditionelle Heilpflanzen wie Baldrian, Passionsblume, Hopfen, Melisse, Johanniskraut und Lavendel sollen auf die Psyche ausgleichend wirken, sowie Nervosität und Angst lindern“.

Gerne beraten wir sie hierzu in der Ansgar Apotheke.

 

Wann ist eine Behandlung bei Schlafstörungen nötig?

Und wie lässt sich das Gedankenkreisen einfangen?  Tipp: rund zwei Stunden vor dem Schlafengehen Sorgen und negative Gedanken aufschreiben. Das Heft, in dem man sie notiert hat, verschwindet dann in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers.

Dann ist es gut, das Thema einmal in der Hausarztpraxis zu besprechen. Womöglich ist eine Überweisung zu einem Schlafmediziner oder einer Schlafmedizinerin sinnvoll.